Oxfam setzt sich in seiner Arbeit für eine gerechte Welt ohne Armut ein. In der Kampagne „Mahlzeit!“ fordern wir, dass Nahrungsmittelspekulation eingedämmt werden muss. Denn preistreibende Spekulationen mit Nahrungsmitteln tragen mit dazu bei, dass Menschen in Hunger und Armut getrieben werden. Nach Oxfams Recherchen ist die Allianz bei diesem Geschäft mit einem Investitionsvolumen von mehr als 6,2 Milliarden Euro das am stärksten beteiligte Finanzinstitut in Deutschland.
Oxfam hat Michael Diekmann, den Vorstandsvorsitzenden der Allianz SE, im März 2012 auf die oben geschilderte Problematik hingewiesen, aber bislang leider nur eine sehr unbefriedigende Antwort erhalten. Entgegen der Sicht der großen Mehrheit der wissenschaftlichen Studien und auch anderer Geldinstitute sieht die Allianz „keine preistreibende oder spekulative Wirkung“ ihrer Investitionen in Rohstofffonds.
Für Oxfam Deutschland stellt sich ein besonderes Problem, da ein großer Teil unserer Angestellten eine betriebliche Altersvorsorge bei der Allianz abgeschlossen hat. Oxfam ist stets um eine konsequente Haltung bemüht. Wir können nicht – auf Grundlage unserer umfassenden Recherchen – auf der einen Seite das unverantwortliche Handeln der Allianz SE kritisieren und gleichzeitig unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Allianz als Partner bei der betrieblichen Altersvorsorge empfehlen.
Oxfam hat deshalb an den zuständigen Finanzdienstleister geschrieben mit der Bitte, „das Thema in nächster Zeit mit der Allianz zu besprechen. Sollten wir bis Ende Mai keine befriedigende Antwort auf unsere Anliegen erhalten haben, müssen wir zukünftig einen anderen Anbieter für unsere betriebliche Altersvorsorge wählen. Auch hierbei werden wir besondere Aufmerksamkeit auf eine mögliche Verwicklung in die Spekulation mit Nahrungsmitteln sowie weitere Aspekte sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit setzen.“



Das DZI bescheinigt Oxfam Deutschland e.V. einen verantwortungsvollen Umgang mit Spendengeldern.


